Sexualität

Erektionsprobleme können behandelt werden

Ziele

Erektionsfähigkeit und Sexualität

Die Art und Weise, wie Sexualität erlebt und gelebt wird, ist ein lebenslanger Lernprozess. Dieses Verständnis führt dazu, dass eine Anpassung an verschiedene Lebensphasen oder auch an Einschränkungen durch körperliche Veränderungen gelingen kann, wenn diese Anpassung in einzelnen Lernschritten und mit entsprechender Unterstützung erfolgt.

Die Prostata hat nichts mit Lust, Erektionen und Orgasmus zu tun. Die Nerven und Blutbahnen, die zum Penis führen, laufen an beiden Seiten der Prostata entlang. Deshalb kann eine Verletzung dieser Strukturen, nicht aber die Entfernung der Prostata selbst zu einer Beeinträchtigung der Erektionsfähigkeit führen.

Zu lernen, mit wechselnden Erektionsstärken zu spielen, ist nur einer von vielen möglichen Lernschritten, welche den Mann befähigen, vom „Nichtkönner“ zum Könner zu werden. Lernschritte, die in anderen Aktivitäten des täglichen Lebens selbstverständlich sind, bekommen zunehmend auch in der Sexualität Wichtigkeit, um mit sich selbst und anderen in Beziehung zu bleiben.

Fragen, die Sie für sich beantworten sollten

  • Welche Bedürfnisse befriedigen Sie mit Sexualität und Intimität?
  • Erleben Sie auch unabhängig von Ihrer Sexualfunktion Intimität?
  • Wo/wie spüren Sie Erregung im Körper?
  • Haben Sie bereits Erfahrungen mit einer unsicheren Erektion gemacht?
  • Können Sie das Erleben Ihrer Sexualität mit Worten beschreiben?
  • Was haben Sie im Laufe Ihres Lebens über Sexualität gelernt?
  • Welche Wünsche haben Sie in Bezug auf Sexualität?

Sexualität ist mehr als Sex

Eine ganzheitliche Sicht der Sexualität beinhaltet viel mehr als Geschlechtsverkehr. Dazu gehört auch, sich als Mann zu erleben und zeigen zu dürfen, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und dafür einzustehen.

Der ganze Körper ist erregbar und die Erregungsquellen durch unsere fünf Sinne sind vielfältig. Jede Form der Beziehung oder des Kontakts, die einvernehmlich geschieht und als angenehm erlebt wird, ist gut und richtig. Die Sexualität muss nicht aufgegeben werden – im Gegenteil. Die Auseinandersetzung in der Paarsexualität sowie mit sich selber ermöglicht eine Neuorganisation des sexuellen Erlebens.1,2

Was macht ein klinischer Sexologe?

Das Fachpersonal im Bereich der klinischen Sexologie beschäftigt sich mit Einzelpersonen, Paaren oder Institutionen und deren Anliegen bezüglich Sexualität. Im therapeutischen Kontext findet am Anfang jeweils eine Standortbestimmung statt. Stärken und Lernfelder werden bestimmt. Der klinische Sexologe begleitet den persönlichen Entwicklungs- und Lernprozess. Dies wird durch Wahrnehmungs- und Körperübungen unterstützt.

Intimität retten: Behandlungsmöglichkeiten von Erektionsstörungen

Die medikamentöse Therapie von Erektionsstörungen ist rezeptpflichtig und wird in der Schweiz nicht oder nur teilweise resp. für eine begrenzte Zeit von der Krankenkasse übernommen. Bitte sprechen Sie das Thema verminderte Erektionsfähigkeit oder die Angst davor frühzeitig bei Ihrem Betreuungsteam an. Neben verhaltenstherapeutischen Ansätzen gibt es folgende Behandlungsmöglichkeiten:

Behand­lungs­optionen

bei Prostatakrebs

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Hier finden Sie Hilfe

Erster Ansprechpartner ist der klinische Sexologe oder Ihr Behandlungsteam!

Krebsliga Schweiz:

www.krebsliga.ch

Krebstelefon 0800 11 88 11
Montag–Freitag: 9.00 – 19.00 Uhr

Europa­-Uomo Schweiz:

http://www.europa-uomo.ch/

Selbsthilfe Schweiz:

www.selbshilfeschweiz.ch

Hier finden Sie Infos

SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz

Marktgasse 36
3011 Bern
Tel: +41 31 311 44 08
Fax: +41 31 311 42 57

SANTE SEXUELLE Suisse

Rue St-Pierre 2
Case postale 1229 1001 Lausanne
Tel: +41 21 661 22 33
Fax: +41 21 661 22 34

SALUTE SESSUALE Svizzera

Via Ospedale 14
6600 Locarno
Tel: +41 91 752 01 02

Zürcher Institut für klinische Sexologie & Sexualtherapie ZISS

Minervastrasse 99
CH-8032 Zürich
www.ziss.ch

Buch:

Make More Love: Ein Aufklärungsbuch für Erwachsene
Von Ann-Marlene Henning

Broschüre „Männliche Sexualität bei Krebs“ der Krebsliga Schweiz:

shop.krebsliga.ch

Partner & Freunde

Eine entscheidende Ressource in der Bewältigung von Prostatakrebs

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Kinderwunsch

Vorausdenken bei der Familienplanung

Mehr erfahren

Achtsamkeit

Den Kontakt mit sich selbst nicht verlieren

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Referenzen

  • Chatton, D., Desjardins, J.-Y., Desjardins, L., & Tremblay, M. (2005). La sexologie clinique basée sur un modèle de santé sexuelle.
  • Heidenreich, A., Bastian, P. J., Bellmunt, J., Bolla, M., Joniau, S., van der Kwast, T., et al. European Association of Urology. (2014). EAU Guidelines on Prostate Cancer. Part 1: Screening, Diagnosis, and Local Treatment with Curative Intent—Update 2013. European Urology, 65(1), 124–137. https://doi.org/10.1016/j.eururo.2013.09.046