Therapietreue

Dranbleiben und schnellere Fortschritte erzielen

Ziele

Therapietreue: Dranbleiben zahlt sich aus

Eine sehr wichtige Voraussetzung für einen optimalen Behandlungserfolg ist das Erstellen und die Umsetzung eines Therapieplans. Dieser sollte von Betreuungsteam und Patient gemeinsam erstellt werden. Hier geht es nicht darum, als Patient unkritisch alles zu tun, was das Betreuungsteam sagt. Vielmehr sollte eine gemeinsame Anstrengung unternommen werden, um eine bestmögliche Behandlung zu gewährleisten. Dazu gehört das Vereinbaren und Wahrnehmen von Terminen sowie das Umsetzen von diagnostischen und therapeutischen Massnahmen. Mit therapeutischen Massnahmen sind sowohl nicht-medikamentöse Strategien (s. Kapitel Ernährung und Bewegungstherapie) als auch medikamentöse Massnahmen gemeint.
Gerade in einer schwierigen Lebenssituation kann ein solcher Behandlungsplan einerseits eine Herausforderung darstellen, andererseits kann er auch Halt geben. Am Besten untersucht ist die Therapietreue bei der Einnahme von Medikamenten. Die regelmässige und genaue Einnahme von Medikamenten hängt direkt mit dem Erreichen des Behandlungsziels zusammen.1

der Patienten nehmen auch langfristig ihre Medikamente nach Plan ein.

Ursachen und Lösungen bei Verlust der Therapietreue

Es ist bekannt, dass mit der Dauer einer Medikamenteneinnahme die Zahl der Patienten abnimmt, die die Medikamente so, wie mit dem Betreuungsteam besprochen (Dosierung, Regelmässigkeit), auch tatsächlich einnehmen. Aber immerhin 50% der Patienten nehmen auch langfristig ihre Medikamente nach Plan ein.

Informationen über die Wirkung bzw. das Ziel, das mit der Therapie erreicht werden soll, stellen eine wichtige Grundlage für die Therapietreue dar. Oft ist es sinnvoll, nicht alle diesbezüglichen Informationen in einem einzigen Gespräch mit dem Betreuungsteam erhalten zu wollen, regelmässige Kontakte sind hier von Vorteil.

Das Erleben von Nebenwirkungen in einer Situation, in der krankheitsbedingte Beschwerden kaum oder gar nicht vorliegen, dürfte einen weiteren Grund für den Verlust der Therapietreue darstellen. Hier ist vor allem das Nebenwirkungsmanagement sehr wichtig. Auch die Erinnerung an die Medikamenteneinnahme kann sehr hilfreich sein. Dazu können Medikamenten-Tagebücher oder auch Smartphone-Apps dienen.

Tipps für die richtige & regelmässige Medikamenteneinnahme

Besprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam die optimale Medikamenteneinnahme, auch bezüglich Nahrungsaufnahme

Bewahren Sie Ihre Medikamente an einem Ort auf, an dem Sie täglich vorbeikommen

Kleben Sie sich eine Erinnerung an einen Ort, an dem Sie zur Zeit der fälligen Medikamenteneinnahme immer vorbeikommen

Suchen Sie sich einen Zeitpunkt in Ihrem Tagesablauf, der für Ihre Medikamenteneinnahme passend ist

Nehmen Sie die Medikamente immer zur gleichen Zeit

Nutzen Sie Medikamenten-Tagebücher/Apps oder Handywecker zur Erinnerung an die Einnahme

Verwenden Sie eine Medikamentenbox

Erkenntnisse aus Studien

Krebspatienten, die ihre Medikamente wie vorgeschrieben einnehmen, können mit deutlich besseren Überlebenschancen rechnen.Die vorgeschriebene Einnahme schliesst folgende Faktoren ein:

Richtige und regelmäßige Einnahme

Einhaltung der verschriebenen Dosierung

Vermeidung eigenmächtiger Dosisänderungen oder Therapieabbrüchen

 

Die Umsetzung von empfohlenen Lebensstiländerungen kann einen ähnlich positiven Effekt haben wie die Medikamenteneinnahme (s. Ernährung und Bewegungstherapie)

Hier finden Sie Hilfe

Krebsliga Schweiz:

www.krebsliga.ch
Krebstelefon: 0800 11 88 11
Montag–Freitag: 9.00 – 19.00 Uhr

Informationen der Krebsliga:

shop.krebsliga.ch
„Wenn auch die Seele leidet“

Für die Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe fragen Sie bei folgenden Organisationen nach:

Selbsthilfe Schweiz

www.selbsthilfeschweiz.ch

Krebsliga Schweiz

www.krebsliga.ch
Zudem können auch kantonale Krebsligen kontaktiert werden.

Patientenorganisation gegen Männerkrebs:

Europa-Uomo Schweiz

www.europa-uomo.ch

Hier finden Sie Infos

Broschüre „Medikamente zu Hause einnehmen“ Krebsliga Schweiz:

shop.krebsliga.ch

Information der deutschen Internetseite www.krebsratgeber.de:

„Warum Adhärenz bei der Therapie so wichtig ist“

Rehabilitation

Rückkehr in den sozialen und/oder beruflichen Alltag

Mehr erfahren

Achtsamkeit

Den Kontakt mit sich selbst nicht verlieren

Mehr erfahren

Partner & Freunde

Eine entscheidende Ressource in der Bewältigung von Prostatakrebs

Mehr erfahren

Referenzen

  • Hershman DL: Sticking to It: Improving Outcomes by Increasing Adherence. J Clin Oncol 2016;34(21):2440 – 2442. doi:10.1200/ JCO.2016.67.7336